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update: 14.04.2021

Ostermarsch 2021 in Nürnberg

Friedensbewegte und Klimaaktivisten finden zusammen

Nachdem letztes Jahr der Ostermarsch pandemiebedingt komplett abgesagt werden musste, fanden sich heuer trotz strenger Hygieneauflagen und nass-stürmischen Winterwetters wieder ein paar hundert Menschen, die auf die verheerenden Folgen von steigenden Militärausgaben aufmerksam machen wollten: 2% des Bruttoinlandsprodukts fürs Militär auszugeben steigert nicht nur die weltweite Kriegsgefahr, sondern entzieht das Geld den wichtigen Bereichen wie Klimaschutz, sozialer Wohnungsbau, Bildung, industrieller Wandel, ...

Spannend war zu hören, dass Hans-Günther Schramm vom Nürnberger Evangelischen Forum für den Frieden (NEFF) darauf hinwies, dass weltweiter Frieden nur mit 100% Erneuerbarer Energie möglich sei. Deutschland habe zwar einen Ausstiegsbeschluss aus der Atomkraft und Ende nächsten Jahres werden die letzten drei AKW hierzulande vom Netz gehen. Weltweit aber erheben sich gerade wieder vermehrt Stimmen aus der Industrie, die glauben machen wollen, dass eine neue Generation von kleinen, modernen und angeblich sicheren Atomkraftwerken gegen die Klimaerwärmung notwendig sei. In diese Technik und ebenso in die Forschung zu Kernfusion wird enorm viel Geld (viele Milliarden Euro) investiert. Das sei aber energisch abzulehnen.

Einer der Redner prangerte an, dass das Militär mit seinen Aktionen zu den größten Umweltverschmutzern gehöre. Und trotzdem fordere die NATO noch eine Steigerung der Rüstungsausgaben auf 2 %, obwohl ihre Strategie der Osterweiterung in der letzten Zeit nur die Gefahr einer Konfrontation mit Russland mit sich bringe. Sicherheit in Europa ist nur gemeinsam zu schaffen, waren sich die Zuhörer einig. Da war es wohltuend, auf dem Podium der Abschlusskundgebung am Kornmarkt Sophie Kipfmüller von der evangelischen Jugend zu hören, die die Vertreter*innen ihrer Generation für Friedensthemen sensibilisierte.

Walter Stadelmann