Schöpfung, Achtsamkeit und Gemeinschaft
Erntedankfest in Rummelsberg
Die Kirchengemeinde Rummelsberg und die Agenda 21 / Fair Trade Steuerungsgruppe Schwarzenbruck feierten am Sonntag, den 4. Oktober 2026, in der Philippuskirche gemeinsam Erntedank. Die Feier wurde wie im Vorjahr im engen Miteinander gestaltet und lud die Gemeinde dazu ein, die Vielfalt und Kostbarkeit der Schöpfung auf ganz neue Weise zu entdecken.

Gemütliche Atmosphäre
Das fing schon sehr gemütlich beim Kirchenraum an: Wie in einem großen Café konnten die Besucher an liebevoll geschmückten Tischchen, deren Stühle zum Altar ausgerichtet waren, Platz nehmen, miteinander ins Gespräch kommen und dem Gottesdienst folgen.
Die Geschwister des Dankeschöns
Im Hauptteil tauschte sich die fiktive sprechende Strohpuppe Flori mit der Sprecherin über die vielen „Geschwister“ des Dankeschöns an Erntedank aus. Zum Dankeschön gehören die Wertschätzung, Achtsamkeit und das Staunen über die Natur und dabei der Nahblick (die feinen Details der Schöpfung), der Weitblick (unsere Einbettung in das große Ganze) und der Herzblick (die Wertschätzung der eigenen Person).


Nahblick, Weitblick und Herzblick
Den Nahblick und den Weitblick konnten die Anwesenden an den beiden Beobachtungsstationen der Agenda 21 entdecken: Mithilfe von Lupen betrachteten die Anwesenden die faszinierenden Strukturen von aufgeschnittenem Obst, Gemüse, Blättern und Holzstücken oder untersuchten ihren eigenen Fingerabdruck. Dieser Nahblick verdeutlichte, dass Gott im Detail steckt und jedes Geschöpf – wie auch der Mensch selbst – ein einzigartiges Kunstwerk ist.
An der anderen Station am geöffneten Seitenportal ging der Blick in die Weite: Die Besucher nahmen mit den bereitgestellten Ferngläsern die Natur, Bäume und Umgebung rund um die Kirche noch einmal neu wahr. Manch einer ist die Bedienung eines Fernglases gar nicht mehr gewohnt. Dieser Impuls erinnerte daran, das, was direkt vor unserer Haustür wächst und lebt, nicht als selbstverständlich anzusehen und es nicht nur als Umwelt, sondern als „Mit-Welt“ zu begreifen, für die man auch mit verantwortlich ist.
Den Herzblick konnten sich die Besucher gegenseitig geben, indem sie ihre Sitznachbarn mit guten Wünschen und netten Gesten bedachten.
Im Anschluss an die lebendige Feier waren alle Teilnehmenden eingeladen, sich noch weiter in den kleinen „Kaffeehaus“-Gruppen auszutauschen und die Kürbissuppe mit frischem Brot in Gemeinschaft zu genießen.
